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Richard David Precht "Wer bin ich - und wenn ja wie viele?"

(06/10)
Das Buch hat eine Menge Lob erfahren und als ich es erstmalig in der Hand hielt, weckte die Kurzbeschreibung auf dem Cover auch mein Interesse. Die Verknüpfung einer Reise durch die Philosophie mit den neuesten Erkenntnissen aus der Gehirnforschung ist ein schwieriges Unterfangen, aber in diesem Buch sehr gelungen. Bei vielen, anscheinend trivialen Fragen, hielt ich inne und überlegte, wie meine Anschauungen dazu aussahen. Das war oft spannend und, als es Epikur betraf, hat es mir in diesem Augenblick massiv geholfen, meine subjektive kleine Sicht zu verlassen und etwas für mich Neues, Ungewohntes zu tun. Ich werde das Buch nun auch gar nicht so weit weglegen. Über manche These möchte ich gerne noch ein wenig nachdenken. Unabhängig davon ist dieses Werk ein sehr schöner Streifzug durch die Philosophie und fast alle großen Namen kreuzen hierbei unseren Weg.

Rolf Landua "Gespräche über die Physik am CERN"

(10/08)
Es gab in den letzten Monaten eine Menge Diskussionen über die anstehenden Experiment mit dem LHC des CERN. Als Physiker interessiere ich mich brennend für derartige Themen und fand dieses Buch besonders aufschlußreich, da es auf alle Fragen eingeht. Nebenher bewegt es sich auf dem schmalen Grat des Wissens, den wir momentan beschreiten und erklärt die aktuellen Probleme der Physiker und Astronomen. Ich muss zugeben, dass ich ein wenig neidisch bin auf all die Wissenschaftler, die an diesem Experiment teilnehmen dürfen. Wer zumindest mal wissen möchte, wie man sich die Kosmologie unseres Universums in einer Daily Soap vorzustellen hätte, kommt um dieses ausgezeichnete kleine Werk nicht herum!

Wütherich, Hartmann, Kolb, Lübken "Die OSGI Service Platform"

(09/08)
Wenn ich mal eine Prognose wage, dann die, dass OSGi eine große Zukunft bevorsteht. Gerade haben sich eine Menge Firmen zu diesem Standard bekannt und ich selber würde nun auch eine neue Anwendung mit diesem Framework konzipieren. Mit Equinox haben wir eine Implementierung, die bereits in Eclipse Überragendes leistet. Allerdings ist der Weg zu einem 'beherrschen' dieser Architektur ein beschwerlicher.

Robert Hanson, Adam Tacy, "GWT in Action"

(07/08)
GWT ist mehr als nur ein Hype, schon weil Google hinter der Entwicklung steht und mit Macht und Money die Releases vorantreibt. Grund genug, sich die Technologie mal anzuschauen. Für einen Java Programmierer ist es ein eleganter Weg, Webanwendungen zu schreiben, fast ohne sich auf das Glatteis der JavaScript Entwicklung begeben zu müssen. Einfach alles in Java entwickeln und den Compiler dafür sorgen lassen, das die Sourcen in die entsprechend der internationalen und Browserspezifischen Versionen übersetzt werden. Funktioniert ganz gut, ist aber noch nicht so weit verbreitet, wie man annehmen könnte. Aber das ist nur eine Frage der Zeit. Das Buch bietet einen guten Einstiegspunkt, ist aber bereits von Version 1.5 überholt worden.

König Dierk, "Groovy in Action"

(05/07)
Wie hörte ich letztens jemanden verkünden, Sprachen lernen hält das Gedächtnis fit. Also lerne ich Groovy obwohl es vermutlich schwer wird, einen Ort zu finden, wo ich meine neuen Erkenntnisse praktisch erproben kann. Aber egal, der nächste Urlaub kommt bestimmt und vielleicht führt er mich ja irgendwann mal nach Java :-)

Vogel, Arnold, "Software-Architektur"

(05/07)
Wenn Architekten, die Häuser bauen, ähnlich arbeiten würden wie Architekten, die Software 'bauen' würden sowohl die Bauindustrie als auch die Justiz boomen. Vielleicht ist das ein wenig übertrieben aber es ist unglaublich, wieviele Projekte ( jetzt Software) daran scheitern, weil man einfachste Grundsätze und Regeln missachtet. Die Autoren geben sich hier redlich Mühe, dem zukünftigen oder gegenwärtigen Architekten einen Werkzeugkasten sowie einige gute Konzepte mit auf den Weg zu geben.